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«Mister BIP» Ronald Indergand – «Die Wirtschaft im Blick» EIN URNER HAT DIE SCHWEIZER WIRTSCHAFT IM BLICK Ein Urner in Bundesbern: Ronald Indergand ist als Leiter Ressort Konjunktur beim Seco für die Beobachtung und die Prognose der Konjunktur verantwortlich – und in Krisenzeiten besonders gefragt. Plötzlich war nichts mehr wie davor. Weltweit wurde der Wirtschaftsmotor aus voller Fahrt praktisch auf null abgewürgt. Corona. «Bleiben Sie zu Hause», lautet die Losung. Ganze Wirtschaftszweige werden praktisch über Nacht geschlossen, Angebot und Nachfrage brechen ein. «Wie lautet Ihre Einschätzung?», wird Ronald Indergand gefragt. Doch im Frühjahr 2020 gibt es viele Fragen, aber wenig Antworten. «Eine solche Situation, in diesem Tempo und dieser Intensität, hatten wir noch nie», sagt Ronald Indergand. Text: Mathias Fürst Fotos: Mathias Fürst Ronald Indergand, 38, ist Leiter Ressort Konjunktur beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Ökonom mit Doktortitel, und er kommt aus Schattdorf. Beim Seco ist er für die Konjunkturbeobachtung des Bundes verantwortlich, ebenso für die vierteljährliche volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Konjunkturprognosen und die Konsumentenstimmung. Im Radio wurde er auch schon als «Mister BIP» bezeichnet. Spätestens als der Bundesrat im März 2020 für die Schweiz den Lockdown verhängt hatte, wuchs das Interesse an seinem Fachgebiet enorm. Wie würde die Volkswirtschaft auf die Massnahmen reagieren? Wie gross wird der Einbruch bei einzelnen Branchen? Das Problem: Die Daten, auf die sich Ronald Indergand und sein Team stützen, treffen erst mit einer gewissen Verzögerung ein. «Wir sind deshalb eigentlich immer etwas zu spät», sagt 91