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DJ Pläschermäx –

DJ Pläschermäx – «Achtung, fertig, Party!» Die Stimmung steigt bei einer Party meist mit einem Song mit zirka 120 bis 128 beats per minute. Das ist der Takt, der Menschen zum Tanzen bringt. Songs, die am Anfang fast immer auf die Tanzfläche ziehen, sind «Danza Kuduro» von Don Omar, «Wannabe» von den Spice Girls, Lieder von Trauffer, Hits aus den Charts. «Aber das ist auch von den Jahreszeiten oder dem Anlass abhängig. Wichtig ist, dass die Leute den Song kennen und mitjohlen können.» Und dann gilt es, die Party hochzuhalten. In Wellenbewegungen – schliesslich sollen die Leute auch mal an die Bar gehen, sich ausruhen. Ist es schon mal passiert, dass er sich total im Song vergriffen hat? «Das passiert, wenn, meistens bei Musikwünschen. Da sagt einer: ‹Ey, bei dem Song, da tanzen alle Leute mit!› Und du legst den Song auf, einer jubelt für 10 Sekunden, aber alle andern sind in 3 Sekunden von der Tanzfläche verschwunden.» Stephan Imholz lacht. Doch sie seid / Sali du besch eifach chli zʼjong för me, den jongi Männer brenges ned / Type wie de hani scho probiert, nor jede esch mer kolabiert (Trauffer) 74

DJ Pläschermäx – «Achtung, fertig, Party!» Musik hatte Stephan Imholz schon immer gern. Sie ist immer um ihn herum – das Radio, der TV, irgendetwas läuft immer. Bei Ferien im Wallis auf einem Campingplatz schmiss der Sohn der Besitzerin eine kleine Party. Der Schattdorfer, damals in der Lehre, war fasziniert von dem DJ, schaute ihm eine Weile über die Schulter. Wieder zu Hause, begann der heute 38-Jährige damit, Lieder zu sammeln. Er lud ein Gratisprogramm herunter und machte sich daran, begleitet von seinem Kollegen DJ Mägä, das Auflegen zu üben. «Ein Jahr später kam schon die Anfrage, ob wir am Dorffest Schattdorf auflegen wollen», sagt er. «Und das mache ich immer noch.» So tell me what you want, what you really, really want / I wanna, (ha) I wanna, (ha) I wanna, (ha) I wanna, (ha) (Spice Girls) Bis heute arbeitet er immer wieder mit DJ-Kollegen zusammen, vor allem mit DJ Pädi, DJ Speidy und DJ Mägä. Auf einen Musikstil legt er sich nicht fest, er legt von Elektro bis Ländler auf, was die Veranstalter oder die Besucher wollen. Selber hört er allerdings am liebsten «elektronisch Angehauchtes». Lange hatte Stephan Imholz keinen DJ-Namen. Bis zu seiner ersten Fortuna-Party. Für den Flyer wollte das OK einen. Stephan Imholz überlegte lange – und «klaute» schliesslich die Idee eines Arbeitskollegen, der diese im Büro an einem «pläschrigä» Nachmittag hatte: DJ Pläschermäx. Der Name blieb – für seine Nichte und seinen Neffen ist er heute «Onkel Pläschi». Zu Spitzenzeiten war der hauptberufliche Metallbaukonstrukteur über 40 Mal im Jahr DJ Pläschermäx. Corona liess die Auftragslage auf einen Schlag einbrechen. Einerseits genoss er die freie Zeit, andererseits vermisste er das Auflegen schon. Wieder die Stimmung erleben, eine tanzende Menge, Leute kennenlernen, die Bässe im Körper, diesen Flow spüren. Momente wie diese, als DJ Pläschermäx in der Strandbar in Schattdorf bei «Otherside» von den «Red Hot Chili Peppers» fast 10 Sekunden den Regler zurückstellen konnte und die ganze Bar weitersang. «Das war ein eindrücklicher Moment.» How long, how long will I slide? / Separate my side, I donʼt / I donʼt believe itʼs bad / Slit my throat itʼs all I ever. (Red Hot Chili Peppers) 75