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Made in Uri 2021

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Uris

Uris schnellstes Geschwisterpaar – «Schnell, schneller, Bachmanns» hatte sich in seiner Maturaarbeit mit mentaler Wettkampfvorbereitung befasst und sich als Saisonziel eine Zeit unter 11,10 Sekunden gesetzt. «Hochdorf war meine letzte Chance, dieses Ziel noch zu erreichen. Das Konzept, das ich im Rahmen meiner Arbeit entworfen hatte, ging dort perfekt auf.» Ihre damalige Schnelligkeit führen die Bachmanns auf eine Mischung aus persönlichem Ehrgeiz und hartem Training zurück. Bis zu sechs Mal pro Woche trainierten die beiden im «Feldli» unter der fachkundigen Leitung ihrer Trainer Röbi Zgraggen (Cécile) und Alma von Planta (Florian). «Gewisse genetische Voraussetzungen kann man sicher auch nicht abstreiten», ergänzt Cécile Bachmann. «Mir fiel es relativ leicht, Muskeln aufzubauen.» Die Geschwister Bachmann waren in ihrer Jugend für den LCA aktiv und gehörten zur nationalen Spitze. Cécile, die heute in Altdorf als Ärztin tätig ist, war bei den Juniorinnen dreimal Vizeschweizermeisterin – einmal im Siebenkampf und zweimal im Weitsprung. Mit dem Stadtturnverein Bern, dem sie sich während ihres Medizinstudiums anschloss, gewann sie zudem den Schweizermeistertitel im Team. Die grössten Erfolge von Florian waren ein 2. und ein 3. Platz über 200 Meter an Schweizermeisterschaften. Obwohl ihre Rekorde schon fast 20 Jahre Bestand haben, wollen die Bachmanns sie nicht überbewerten. «In einem bevölkerungsmässig kleinen Kanton wie Uri hat man einen Rekord sicher schneller aufgestellt als anderswo», sagt Cécile Bachmann. Ihr Bruder gibt zu bedenken, dass Philipp Huber, der an der WM 1997 Zwölfter im Mehrkampf wurde, über 100 Meter deutlich schneller war als er: «Weil 36

Uris schnellstes Geschwisterpaar – «Schnell, schneller, Bachmanns» er zu diesem Zeitpunkt aber beim LC Turicum Zürich war und nicht mehr beim LCA, fand seine Bestzeit in der Urner Rekordliste keine Berücksichtigung.» International hätte er mit seiner Zeit keine Chance gehabt, fügt Florian Bachmann schmunzelnd hinzu: «Wenn Usain Bolt im Ziel gewesen wäre, hätte ich noch 20 Meter laufen müssen.» Uri freuen. Dafür braucht es nebst den körperlichen Voraussetzungen Motivation, Ehrgeiz und die Bereitschaft, viel Zeit zu investieren.» Auch wenn ihre Leichtathletik-Zeit lange her ist, kribbelt es die Bachmanns bei den Worten «Achtung, fertig, los!» noch heute. «Ich kriege immer noch Hühnerhaut», so Florian Bachmann, der als Projektleiter bei Siemens in Zürich arbeitet. Dass ihre Urner Rekorde von 2003 und 2005 bald gebrochen werden, halten die beiden für eher unwahrscheinlich: «Aber wir würden uns natürlich auf eine Sprint- Nachwuchshoffnung aus dem Kanton 37