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Made in Uri 2020

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Eine

Eine urnerisch-kolumbianische Koproduktion Über 25 Millionen Familien leben weltweit vom Kaffeeanbau. Doch die Wettbewerbsverzerrung infolge von Spekulationen auf dem Finanzmarkt drückt ihr Einkommen immer häufiger deutlich unter das Existenzminimum. Sie tragen den Grossteil an Arbeit, Risiken und Verantwortung und sind dabei mit steigenden Kosten sowie immer extremerem Wetter konfrontiert. Dennoch könnten sie vom Kaffee vernünftig leben, bestünde die Wertschöpfungskette nur aus jenen, die tatsächlich einen Mehrwert erzeugen. Hier setzt Agrifuturo an. Das Unternehmen, welches Claudio Marty gemeinsam mit seiner Frau Yesenia Rosero gründete, ist mehr als eine Rösterei und der Kaffee alles andere als gewöhnlich. Warum das so ist? Das ist eine spannende Geschichte, und sie beginnt in Kolumbien. Darum kein gewöhnlicher Kaffee Yesenia Rosero ist Kolumbianerin. Als Verwandte von ihr einen Landwirtschaftsbetrieb mangels Perspektiven aufgaben, kam sie mit ihrem Mann zu einer eigenen Kaffeefarm in Kolumbien. Dort wird das Paar durch Yesenia Roseros Schwester Dennis und ein halbes Dutzend Mitarbeitende unterstützt. Agrifuturo umgeht so die festgefahrenen Strukturen im Kaffeehandel und macht von der Produktion bis zum Vertrieb alles selbst. Die Produzenten erhalten dadurch Preise weit oberhalb von Fair Trade Standards. Sie können davon leben und Topqualität produzieren. Normalerweise müssen die Bauern nämlich Masse statt Klasse herstellen. Claudio Marty begründet: «In der aufgeblähten Wertschöpfungskette des Kaffeehandels werden Preisdruck und Verantwortung nach unten weitergereicht und der Kaffeebauer hat das Nachsehen.» Darum mehr als eine Rösterei «Wir sind ein schweiz-kolumbianisches Familienunternehmen», so die Agrifuturo-Gründer. In den letzten zwei Jahren konnten sie ein umfassendes Partnernetzwerk aufbauen. Gerade aufgrund ihrer Erfahrungen auf dem eigenen Anbaubetrieb werden sie als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen. «Ohne gute Kontakte zu den obersten Entscheidungsträgern der Kaffeebranche hätte man aber auch keine Chance, neue Wege zu gehen. Ein Mix aus Hartnäckigkeit, guten Argumenten und Glück hat uns hier in die Karten gespielt», so Claudio Marty. Er ist überzeugt: «Wir werden der grösste Anbieter von kolumbianischem Spezialitätenkaffee schweizweit!». Davon profitieren würde nicht nur Agrifuturo selbst, denn pro Kilo verkauften Kaffees fliesst 1 Franken in das firmeneigene Hilfsprogramm «Agricare», welches beispielsweise bereits den Umbau einer Schule in der Anbauregion ermöglichte. Hellgasse 25 6460 Altdorf 079 294 25 37 info@agrifuturo.org www.agrifuturo.org 64

Warum lerne ich Polymechaniker/-in? Südstaaten- Barbecue aus und im Urserntal Ein Beruf, der nicht nur bei Männern gut ankommt: Polymechaniker/-in. Der Beruf macht stolz – «In meinem Beruf fertige ich Teile für Maschinen, die zur Herstellung vieler alltäglicher Produkte dienen», sagt Jan Herger, Polymechaniker-Lernender. «Um die Mechanik kommt man nicht herum.» Präzision macht ihn spannend – In der Mechanik ist Präzision gefragt. «OB Produkte funktionieren, hängt von der Genauigkeit meiner Arbeit ab. Es geht um Hundertstelmillimeter», erklärt Polymechanikerin Aline Dittli. «Das macht es so spannend.» Technologien machen ihn abwechslungsreich – «Die heutige Vielseitigkeit der Technologien erfordert immer wieder neues Wissen – und mein Beruf erfährt einen stetigen Wandel», so Jan Herger. Teile können sowohl auf konventionellen oder auf CNC-Maschinen oder gar auf dem 3-D Drucker hergestellt werden. Ein Beruf für alle – Die Mechanik, sagt Aline Dittli, kenne kein Geschlecht. Als Polymechaniker/-in sind Frauen und Männer gleich gut geeignet – und Frauen in der Technik sind sogar ausdrücklich gewünscht. Der Verein Technische Berufe Uri setzt sich für die Ausbildung von Polymechaniker/-in, Produktionsmechaniker/-in und Konstrukteur/ -in ein. Gemeinsam wird der Berufsnachwuchs für die Industrie von morgen ausgebildet. Du willst mehr erfahren? www.vtb-uri.com Fleischliebhaber aufgepasst: Stellt euch Spareribs vor, die sich ganz leicht vom Knochen lösen, dazu zartes Pulled Pork und ein Brisket, das im Mund zerfällt, gegrillt auf einem Smoker aus den USA, und obendrauf eine handgemachte, rauchig-würzige Barbecuesauce. Was wie der amerikanische Traum klingt, wird «The Holy Trinity» genannt und ist im Restaurant James in Andermatt Realität. In der ganzen Schweiz Aber von vorn: Vor eineinhalb Jahren hatte Peach Gnos die Idee, eine Schweizer Barbecuesauce herzustellen. «Helvetic Barbeque» war geboren. Heute ist die mit über 90 Prozent aus heimischen Rohstoffen hergestellte Grillsauce in fast 100 Verkaufsstellen in der ganzen Schweiz erhältlich. Eine weitere Variation, die Zwetschgensauce, ist ab August wieder erhältlich. Die edlen Saucen werden in kompletter Handarbeit im Restaurant seiner Schwester Maggie Gnos gefertigt. Seit diesem Sommer bietet das «James» Southern BBQ an und bringt «The Holy Trinity» nach Uri. VTB Verband Technische Berufe Uri Seedorferstrasse 5 6460 Altdorf 041 870 63 70 f.muheim@fmfag.ch www.vtb-uri.com Gotthardstrasse 64 6490 Andermatt 079 826 85 72 info@helvetic-barbeque.ch www.helvetic-barbeque.ch 65