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Made in Uri 2020

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WARUM DIE POLIZEI IN DIE

WARUM DIE POLIZEI IN DIE SCHULE KOMMT Weil die Sicherheit auf den Schulwegen für alle ein wichtiges Anliegen ist, weil die Verkehrserziehung hilft, Unfälle zu vermeiden. Aber, es muss unterrichtet werden! Das Team von vier Verkehrs- und Sicherheitsinstruktorinnen und -instruktoren der Kantonspolizei Uri unterstützt Lehrpersonen, unterrichtet und begleitet jährlich rund 3400 Kinder und Jugendliche aus dem Kanton Uri vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Das sind etwa 240 Doppellektionen, den Bedürfnissen vor Ort angepasst. Den Kindern und Jugendlichen werden stufengerecht die im Strassenverkehr lauernden Gefahren aufgezeigt, und sie lernen das korrekte Verhalten, wenn sie zu Fuss, mit dem Velo, E-Bike oder mit dem Töffli unterwegs sind. Das Vorbild der Eltern «Der Samichlaus sowie der Polizist und die Polizistin sind für die Kinder wichtig», sagt Toni Baumann, Ressortchef Verkehrs- und Sicherheitsinstruktion der Kantonspolizei Uri. «Sie nehmen unsere Lektionen sehr ernst, sind offen und spontan, fordern uns aber mit ihren Fragen auch heraus.» Eine erste Herausforderung sei, Ängste abzubauen und Vertrauen zu den Kindern aufzubauen, betont Verkehrsinstruktor Walti Zberg. «Uns helfen auch die Resonanz und das Vorbild der Eltern.» Der Verkehrsunterricht beginnt im Kindergarten mit dem sicheren Begehen der Schulwege und dem Überqueren der Strassen auf dem Fussgängerstreifen. Er endet in der 6. Primarschulklasse mit der Absolvierung der Veloprüfung. In der Oberstufe werden Themen zum motorisierten Verkehr, Die Verkehrs- und Sicherheitsinstruktorinnen und -instruktoren der Kantonspolizei Uri: Simone Schmid, Toni Baumann, Walti Zberg und Flavia Aschwanden (von links). 36

Verkehrssinn sowie Internetprävention behandelt. Die Verkehrs- und Sicherheitsinstruktorinnen und -instruktoren besuchen somit jede Urner Schulklasse einmal jährlich und gewinnen dadurch das Vertrauen der Kinder. Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen Das Team der Kantonspolizei Uri arbeitet in der Verkehrs- und Sicherheitsinstruktion mit Partnerorganisationen zusammen, mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung, der TCS-Sektion Uri, der SRB-Sektion Uri, der Auto AG Uri und kantonalen Behörden. Beispiele dazu sind die Leuchtgürtel und gelben Regenponchos, der Geschicklichkeitsparcours für Velos und die Unterstützung bei der Veloprüfung. Kinder bekommen im Kindergarten jährlich Besuch vom Puppentheater tiramisü. Mit dem Puppentheater werden sie auf einer sachlichen und emotionalen Ebene für die Gefahren im Strassenverkehr sensibilisiert. Ausbildung am Schweizerischen Polizei-Institut Die Verkehrs- und Sicherheitsinstruktorinnen und -instruktoren sind erfahrene Polizistinnen und Polizisten. Sie haben am Schweizerischen Polizei- Institut (SPI) nebst dem Grundkurs Verkehrsinstruktion eine Spezialausbildung in Methodik und Didaktik absolviert. «Wichtig ist, anschliessend intern Wissen weiterzugeben und Erfahrungen auszutauschen», erklärt Toni Baumann. Die positiven Reaktionen der Kinder bestärken die vier Verkehrs- und Sicherheitsinstruktorinnen und -instruktoren der Kantonspolizei Uri in ihrer Aufgabe. «Es ist eine sehr befriedigende und erfreuliche polizeiliche Arbeit. Wir beobachten die Entwicklung der Kinder über Jahre, und es ist schön zu sehen, wie sie sich immer sicherer auf den Strassen bewegen», sagt Walti Zberg. Die Kantonspolizei schenkt der Verkehrsprävention höchste Aufmerksamkeit, zum einen mit dem Verkehrsunterricht an den Schulen in den Urner Gemeinden, zum anderen mit Präventionskampagnen für Verkehrsteilnehmende im Allgemeinen. Denn: Die Schuld an einem Unfall liegt nur selten beim Kind. Häufigste Unfallursache auf dem Schulweg ist schweizweit das Nichtgewähren des Vortritts auf dem Fussgängerstreifen, gefolgt von Vortrittsmissachtungen beim Abbiegen. Toni Baumann: «Wenn alle Verkehrsteilnehmenden die Verkehrsregeln einhalten und sich fair, rücksichtsvoll und kooperativ im Strassenverkehr bewegen, können viele Unfälle verhindert werden. Jeder Einzelne von uns ist Vorbild und trägt dazu bei, wie der Strassenverkehr gelebt wird.» Helm auf – auch Erwachsene! Der siebenjährige Matthias setzte unaufgefordert den Helm auf, als er seinen Vater mit dem Velo zum Einkaufen begleiten durfte. Als sie fortfahren wollten, fragte der Erstklässler: «Papi, wo hesch dü dr Helm?» Eine Episode, wie sie Walti Zberg zu Ohren gekommen ist, und ein Erfolg, der wohl auf den Verkehrsunterricht an der Schule zurückzuführen ist. Anzumerken ist, dass in der Schweiz keine Helmpflicht besteht, aber die Eltern doch als gutes Vorbild vorangehen sollten. Tellsgasse 5 6460 Altdorf +41 41 875 22 11 kantonspolizei@ur.ch www.ur.ch/kapo KANTONSPOLIZEI 37